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Escuela Lacaniana de Psicoanálisis del Campo Freudiano

FORUM

WAS KLASSIFIZIERUNG

UND BEWERTUNG TOTSCHWEIGEN

Ein Notfall: Der AUTISMUS

Barcelona (Spanien) - Samstag, 19. Juni 2010

Warum ein Forum?

Weil es notwendig ist, die Risiken der Bewertungsmethode zu erklären die sich bloß auf Zahlen und Kopfnoten begrenzt. Die Bewertungen die die besonderen Facetten eines jeden Menschen ausblenden.

Weil die vermeintlich wissenschaftlichen Kriterien auf einer Auswertungsideologie und dem wahllosen Einsatz von Klassifizierungen basieren und damit die Evidenz ihrer Wissenschaft untermauern. Diese Kriterien sind es die die Subjektivität in der Kultur, der Kunst, der Universität zu beseitigen bestreben. Im Bereich der Gesundheitsversorgung, der Rechtsprechung, der Pädagogik und im sozialen, also in allen menschennahen Gebieten. All dies ist keineswegs mit Wissenschaft vereinbar.

Weil der quantitative Aspekt in allen auf Menschen gerichtete Disziplinen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Basierend auf einer vermeintlichen Gleichbehandlung, werden alle Unterschiede zwischen Menschen aufgehoben und somit eine Homogenisierung gefördert, deren Auswirkungen verheerend sind. Die Bewertungsmethoden fördern die Gleichmachung der Menschen und gleichzeitig ein tiefes Misstrauen gegenüber der Expertise von Fachleuten, deren Arbeit mehr und mehr auf die Erfüllung der Erfordernisse des Bewertungssystem eingestellt werden, durch das Ausfüllen von Fragebögen und Aufbereiten von Statistiken.

Ein Forum auch deshalb, weil wir auf einen Zustand geistiger Armut und mentalen Automatismus zusteuern wenn alle den Menschen betreffenden Betrachtungen und Kundgebungen einzig mit quantitativen Standards evaluiert werden.

Warum Autismus?

Weil Autismus in Spanien zu einem dringendem Fall geworden ist: zwei Anträge der Konservativen Volkspartei, einer an den Senat der spanischen Regierung und einer an das katalanische Parlament, haben eine tiefe Besorgnis unter Fachleuten hervorgerufen, die sich seit Jahren der Diagnose und Behandlung des Autismus widmen. Diese Anträge reduzieren den Autismus zu einer kognitiven Beeinträchtigung und definieren ihn als eine Lernbehinderung die ausschließlich pädagogisch zu behandeln ist.

Sigmund Freud und Jacques Lacan betonten bereits die Besonderheit des Menschen, ein Wesen das sich durch sein Sprachvermögen von allen anderen Lebewesen unterscheidet. Die menschliche Sprache ist nicht nur lediglich ein Zeichensystem, sondern eine komplexe symbolische Struktur in deren Äußerung sich die Subjektivität des Einzelnen artikuliert. Auch die soziale Bindung ist durch diese einzigartige Subjektivität geprägt.

Die Psychoanalyse vertritt zudem, dass die Behandlung des Autismus nicht auf die Schulung und das Erlernen eines Verhaltensmuster reduziert werden kann, genauso wie die Komplexität der menschlichen Sprache und Mundart nicht zu Kommunikationsübungen vereinfacht werden darf.

Autismus ist nicht nur eine Geistesschwäche noch eine klinische Klassifizierung, sondern eine Grenzfall der Form sich selber als sprechendes Wesen in Sprachgewohnheiten und in sozialem Umfeld zu platzieren.

Warum ein Forum zu dem Thema Autismus?

Um gemeinsam das Risiko zu reflektieren, dem wir uns gegenübersehen, wenn wir die subjektive Dimension und damit den Bezug zur Realität aus den Augen verlieren, die die Wissenschaft außer Acht lässt. Damit die Fachmänner und Fachfrauen, die sich bereits der Selbstanalyse gewidmet haben, und jene, die der Psychoanalyse nahe stehen heute sagen, was sie wissen: in voller Kraft, ist die Psychoanalyse eine Disziplin die ein wirklichen Verständnis das sich der Wissenschaft entzieht und das die Psychoanalyse seit mehr als einem Jahrhundert erforscht, vergleicht und entwickelt.

Damit die Gesellschaft und ihre Regierungen sich dieser Situation bewusst werden: dass man über die Ätiologie von Autismus wenig weiß und dass die Behandlungen nach angeblichen wissenschaftlichen Erkenntnissen in ein einzigen Weg zu leiten eine falsche Schlussfolgerung ist sowie eine enorme Fahrlässigkeit darstellt.

Die Behandlungsmöglichkeiten auf ein einziges theoretisches Modell zu begrenzen, verweigert den Bürgerinnen und Bürgern das Recht auf die Entscheidung, welche Behandlungen sie für sich selbst und/oder ihre Kinder in Anspruch nehmen möchten.

Zahlen sind wunderbar, selbstverständlich, aber nur, wenn sie nicht mehr wiegen als Worte. Die Methode der so genannten wissenschaftlichen Evaluation spricht den Zahlen gegenüber den Worten eine größere Bedeutung zu und macht sie mundtot. Aber erinnern wir uns: die unbekannten Variablen werden immer als Buchstaben dargestellt.

Ein Forum der dringenden Notwendigkeit wegen, weiterhin in den Herzen der sprechenden Wesen das Rätsel was sie ausmacht wachzuhalten und weil der Autismus es uns so lehrt.


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